Dienstag, 18. Oktober 2011

Hilfe! Ich bin entführt!

Schlagzeile des Tages:


Gut, ok, die Ära "Zottel" ist leider vorbei. Aber irgendwie fühlt man sich nach 8 Jahren immernoch angesprochen.

Hier der Link zum eigentlichen Artikel:
BR-online.de - "Zottel, der Sündenbock"
(Der Titel passt schon wieder irgendwie in meine aktuelle Situation, finde ich...)

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Auf und ab

Ich melde mich hier ja nun wirklich nur noch selten zu Wort. Das hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist sicherlich, dass ich mittlerweile nicht mehr so großartig erpicht darauf bin, jeden Furz hier zu erzählen. Ich habe schlicht und ergreifend genug andere Hobbys ;) Und eines davon konnte ich die letzten Wochen noch einmal richtig genießen. Das Wetter war bombig und deshalb ging es ab in die Natur... Völlig ohne Hintergedanken jedes Mal natürlich ;) Gab einiges zu sehen, vor allem auch an Tieren. Fische und sogar eine freilebende Mufflonherde, die mir im Grunewald über den Weg gehüpft ist... Seht selbst. Und weil sich im letzten Jahr doch einige nette Bilder angesammelt haben, wird es mal wieder Zeit für eine "Was S-Man so treibt, wenn er Langeweile hat"-Galerie. Viel Spaß dabei.



Uh, ich habe gerade festgestellt, dass ich euch noch die Bilder vom Plänterwald schuldig bin. Und das war schon Ende Mai. Da kommen noch tolle LostPlace-Bilder (die diesmal wirklich nichtmal mit einer Dose verbunden sind...)! Also schalten Sie das nächste Mal wieder rein, wenn es heißt:
"S-Man durchwühlt seine Fotoalben."

Listening To:
Green Day - 21st Century Breakdown

Sonntag, 2. Oktober 2011

Ein Bild sagt mehr...

Neulich irgendwann mitten in der Stadt dieses total heftige Motiv gefunden... Manchmal hätte ich wirklich gern eine ordentliche Kamera zur Hand.

Ohne weiteren Kommentar, lasst es wirken.

Freitag, 2. September 2011

Ich danke für diese Frage.

Ich weiß nicht, ich find das Interview genauso lustig, wie deren Wahlplakate:




Gewählt habe ich natürlich was anderes ;)

M.Sc.

Aus. Vorbei. Finito. Basta.

So, seit 6h ist der Horror vorbei. Ich habe mein Ausbildung abgeschlossen. Meine Arbeit ist abgegeben und verteidigt - allerdings erst zu zwei Dritteln gelesen.

Nach 40 Minuten Vortrag haben die mich erst einmal wortlos eine Stunde stehen lassen um mir dann zu sagen, sie hätten es noch nicht geschafft, meine Arbeit vollständig zu lesen. Bislang wäre sie aber gut und präzise geschrieben, wenn auch inhaltlich nicht ganz fehlerfrei (aktuell noch HIER nachvollziehbar). Die Note wird dann vermutlich zwischen 1,3 und 2,0 liegen. Nächste Woche. Vielleicht. Und wenn dann nicht, dann erst im Oktober. Ich könnte schon wieder kotzen. Nun ja, egal. Der wahnsinnige Traum von einem "sehr gut" ist weg, der hätte aber auch wirklich nur theoretisch mit einer 1,0 funktioniert. Immerhin wird auf dem Abschlusszeugnis eine 1 vor dem Komma stehen. Ziel erfüllt.

Vielleicht ein paar Worte zur Zielsetzung: Meine gesamte Schullaufbahn hatte ich auf wirklich JEDEM Zeugnis einen 1-Komma-Durchschnitt, auch auf den 12.Klasse und 13.Klasse-Wischen (wenn auch nicht selten ein 1,98 *gg*). Lediglich die verhauenen Abiprüfungen waren Schuld, dass ausgerechnet mein Bewerbungszeugnis zu einem 2,1 wurde und damit nicht wirklich repräsentativ war. Das hatte mich seit jeher gewurmt. Mein Bachelorstudium begann wegen zu langer Gewöhnungsphase sehr schlecht, das konnten auch 4 gut gelaufene Semester anschließend nicht mehr gerade rücken. Dennoch hatte ich mich gerade daran gewöhnt, WIE man studiert, da war der Abschluss schon wieder gemacht. Das Masterstudium war die Chance, so weiter zu machen, wie das Bachelor-Studium aufhörte. Und als ich zu Beginn sogar in dem Jedermanns-Angstfach "Höhere Algorithmik" eine überdurchschnittliche 1,3 erreichte, war klar, dass ich es (vor allem mir) beweisen konnte, dass die vielen 1-Komma-Zeugnisse der Schulzeit durchaus repräsentativer waren als das blöde Abizeugnis. Tja, und das scheine ich ja jetzt auch erreicht zu haben.

Wie ich mich jetzt fühle? Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung. Ich bin jetzt fertig. In einem Monat vermutlich erstmal offiziell arbeitslos. Nein, im Ernst. Es ist vielleicht noch nicht so richtig durchgedrungen, dass ich mich jetzt Meister der Naturwissenschaften nennen darf, dass ich alles erreicht habe, was mit meinen Fähigkeiten und meinem Einsatzwillen erreichbar war, dass jetzt alles vorbei ist. Irgendwie fühle ich mich noch nicht erleichtert oder so - worauf ich eigentlich gewettet hätte. Aber vermutlich sitzt der Stress der vergangenen Monate noch zu tief und muss erst nach und nach aufgebrochen werden. Irgendwie ist da auch kein Stolz - und dass, obwohl ich ja mein Ziel erreicht habe. Ich glaube, im tiefsten Inneren ärgere ich mich - warum und worauf kann ich allerdings nicht sagen. Ist gerade komisch. Aber die Freude und der Stolz kommen bestimmt irgendwann. Bis dahin sage ich erst einmal schlicht: Ich bin fertig.

Bis ich das dann aber endlich schwarz auf weiß habe, wird auch nochmal etwas Zeit ins Land gehen, immerhin fehlt mir noch ein Schein, dem ich schon 1,5 Jahre hinterher renne und ob ich meine Masterarbeitsnote wirklich "schon" nächste Woche erfahre, darf auch erstmal kritisch betrachtet werden. Dann folgt noch ein bisschen Zeit zur Bearbeitung des ganzen Krams und dann... irgendwann... ist es auch offiziell.

Dass es so weit kommen konnte, habe ich vielen Personen zu verdanken, die das auch alle wissen. Denen danke ich natürlich. Aber auch das wissen sie ;) Insbesondere danke ich jetzt aber alljenen, die sich meine Masterarbeit durchgelesen haben und auch denjenigen, die mir bei meinem Vortrag halfen, mich also in der schwierigsten Phase des Studiums selbstlos unterstützten. Vielen lieben Dank!

Dienstag, 30. August 2011

BILLIG! ZUGREIFEN! NUR HEUTE!!!

Hintergrund: Das Ende der 60-Watt-Glühbirne

Der Glühlampen-Ausstieg der Europäischen Union erreicht am Donnerstag die dritte Stufe. Es gilt dann ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für die althergebrachte 60-Watt- Glühlampe - wie seit einem Jahr schon für die 75-Watt-Glühlampe und zuvor für die Variante mit 100 Watt. Ziel der Aktion ist Stromsparen und mehr Klimaschutz.

*LOL* Eben trudelte auf meinem Spam-Account eine Mail von Conrad Electronics mit folgendem Betreff ein:

2er Set 60 W Glühlampen für NUR 2,- Euro! >>schnell Vorrat sichern<<

Da muss wohl noch was aus den Lagern raus...

Donnerstag, 18. August 2011

Ein spontaner Kinobesuch

Warum die aktuell stattfindende Veranstaltung "Fantasy Film Fest" heißt, kann ich mir grad nicht so richtig erklären. Meiner Meinung nach trifft es "Horror Film Fest" deutlich besser, aber HFF sieht halt nicht so cool aus, wie FFF :D Keine Ahnung, was ich sehen würde, aber irgendwie hatte ich gestern Lust, einfach mal wieder einen netten Film abseits des Mainstreams zu konsumieren. Diese Veranstaltung klang ziemlich genau nach meinem Geschmack. Nun ja, aus einem spontanen Film wurden dann 5. Na gut, 4,5 ;)
Und ich sah einfach alles, was man in einen Horrorfilm packen kann: Von Werwölfen, Zombies und Vampiren über Virusepedemien, Vergewaltigungen und Serienkillern bis hin zu Leichenfledderung, explodierenden Köpfen und blutverschmierten Kameras.

Ich will hier eigentlich keine ellenlangen Kritiken schreiben, das hat der Wortvogel schon getan. Und wie in den allermeisten Fällen decken sich unsere Meinungen sehr gut - abgesehen davon, dass er viel besser schreibt als ich. Vielmehr lag mir zu Beginn des Kinotages mehr daran, die Stimmung einer solchen Veranstaltung zu reflektieren.

Demnach bin ich also zum Potsdamer Platz gegondelt. Schon von weitem konnte man die Leute ausmachen, die man bei einem alternativen Filmfestival erwarten würde, auch ohne deren FFF-T-Shirts oder gar die um den Hals gehängten Dauerkarten zu sehen. Ich kaufte meine (sauteure) Karte und hatte noch ein wenig Zeit, die ich in den anliegenden Arkaden-Shops verbrachte. An jeder Ecke - vereinzelt zwar, doch allgegenwärtig - sah man dunkle Gestalten, Langhaarträger oder Träger sehr interessanter T-Shirts. Die meisten davon sollte ich an dem Abend noch öfter zu Gesicht bekommen. Bezüglich der T-Shirts muss ich sagen, dass ich selten eine so geniale Ansammlung von fantastischen Motiven beobachten konnte, wie gestern Abend. Nicht selten waren die Motive auch selbst Gesprächsthema über Reihen hinweg. Mein Liebling war sicherlich das einer Frau. Ihren Bauch ziehten zwei Einhörner - eines schwarz, das andere sandfarben. Das schwarze trug ein rot leuchtendes Horn, das andere ein blaues. Die StarWars-Parallelität ließ sich definitiv nicht verleugnen. Als besonderes i-Tüpfelchen fehlte dem "guten" Tier schon ein Huf. *auch haben will*

Ansonsten waren Frauen den ganzen Abend hinweg stark unterrepräsentiert. Der Großteil des Publikums bestand aus Männern der mittleren Generation. Modell Alt-Geek. Erstaunt hatte mich die Tatsache, dass ich augenscheinlich den Altersschnitt senkte. Hätte ich nicht erwartet.

Nun ja, der erste Film war noch mager besucht. Die Atmosphäre im doch ziemlich großen Saal 7 war recht familiär, was auch dazu führte, dass man sich zu Beginn über Reihen hinweg unterhielt - über das Festival, über ein vergangenes Festival oder eben über T-Shirts. Doch der Mangel an Publikum kann man dem frühen Beginn um 15 Uhr zuschreiben, denke ich. Denn je später die Vorstellungen wurden, desto voller wurde es. Die Schlange vor dem Einlass wurde immer länger - ja, man musste jedes Mal den Saal verlassen, damit die Putzkräfte wenigstens den gröbsten Dreck entfernten und damit sicher gestellt werden konnte, dass auch jeder eine Karte hatte *hüstel*

Wie gesagt, hatte ich eigentlich vor, mal in einen einzelnen Film reinzuschauen. Aber wie ich nun einmal so ticke, dachte ich mir danach, dass man nur einmal lebt (und wenn nicht, hat man eben doppelt Spaß) und kaufte eben spontan noch Karten für die restlichen vier Vorstellungen des Tages. Gegen Mitternacht war ich allerdings verdammt müde und hatte noch einen größeren Fußmarsch vor mir. Deswegen bin ich dann mitten im fünften Film gegangen. Es waren eben keine fünf Abschalt-Filme. Wäre auch komisch, wenn. Immerhin war es ein alternatives Filmfestival.

Der erste Film, "Hair of the Beast", war ein kanadischer Werwolffilm, der auf Grund seiner Kostüme (weniger dem der Werwölfe wohlgemerkt), nett anzuschauen war, allerdings das erste Mal reinzimmerte, weil er a) nicht sonderlich spannend und b) in fränzösischer Originalsprache gezeigt wurde. Heißt also im Klartext 100 Minuten Untertitel lesen.
Der zweite Film war besser, er hatte Fakt a) nicht. Besonderes Schmankerl hier war das Zusammentreffen mit Wortvogel Torsten Dewi himself. Seinen Blog, besonders seine Kinokritiken lese ich seit einigen Jahren regelmäßig (habe ich ja auch schon manchmal verlinkt). Da er bekennender FFF-Fan ist, ergab sich so endlich einmal die Gelegenheit, den Münchener persönlich kennen zu lernen. So verbrachten wir den zweiten Film des Tages nebeneinander, uns nebenher darüber unterhaltend. Sympathischer Mann. Gruß an dieser Stelle zurück! Der Film "Phase 7" handelte hintergründlich von einer die Menschheit ausrottenden Virusepedemie, vordergründig von den Konflikten unter den Bewohnern eines unter Quarantäne gestellten Blocks, die nicht sonderlich unblutig verliefen ;) Nettes Ding, dennoch hieß es auch hier wieder "mitlesen für alle", da in spanischem Originalton. Die Untertitel waren zudem auch super schlecht zu lesen, fand ich. Ermüdung. Die restlichen Filme waren dann übrigens alle auf Englisch. Nicht ganz so anstrengend also.
Film 3 war mein persönliches Highlight und ich ärgere mich ein wenig, danach nicht gegangen zu sein. Sinnlos-Trash-Bitchfights-Blutspritz-Film vom Feinsten. Wirklich saugeil :) War zwar in (Echt, nicht Post-) 3D, aber tatsächlich so gut gemacht, dass ich keine Kopfschmerzen zu beklagen hatte. Ermüdend fand ich "Julia X" deswegen dennoch. Ansonsten klare Empfehlung, sollte der euch irgendwann einmal über den Weg laufen und ihr auf Trash steht.
Danach ging es abwärts. Es folgte mit "Stake Island" der Vampirfilm des Abends, der sich allerdings einfach nur in die Länge zog. Außerdem fragte ich mich fortwährend, warum zur Hölle die daraus einen Vampirfilm machten: Für mich war das ein 1A-Standard-Zombie-Plot ala "Hilfe, sie sind überall! Hilfe, sie wollen uns fressen! Verdammt, wir müssen in die letzte sichere Stadt gelangen! Und überhaupt: Hilfe, wir werden alle stööööörben!". Nur eben mit Vampiren, die allerdings auch aussahen wie Zombies, wenn man von den Eckzähnen absah.
Vor dem letzten Film, als Vorfilm sozusagen, wurde die erste Episode der Miniserie "Viva Berlin!" von Absolventen der Filmakademie BaWü gezeigt, die noch einmal ordentlich Zombieschädel über die Leinwand fliegen ließ. Der danach folgende Episodenfilm "Little Deaths" war mir dann aber doch zu viel. Er umfasste drei Kurzfilme, von denen ich 1,5 mitbekam. Der erste war ein ermüdend langwieriger Film über ein sexuell frustriertes Pärchen, dass sich, um ihre Perversionen zu befriedigen, eine Obdachlose in Haus holte, diese fesselte und vergewaltigte. Allerdings entpuppte diese sich dann als Zombie und fraß zusammen mit ihren Freunden die beiden auf, nicht ohne vorher deren Gedärme auf der Leinwand zu verteilen. *gähn* Als ich trotz einer Vergewaltigungsszene und verteilten Gedärmen eher gelangweilt, denn schockiert war, war klar, dass es für diesen Tag genug Gewalt war. Ich war müde und abgestumpft, wollte nur noch ins Bett. Das Englisch war sehr schwer zu verstehen in diesem Zustand und als dann auch der zweite Kurzfilm keine Fahrt aufnehmen wollte, entschied ich mich für den Heimweg.

Alles in allem ein sehr interessanter Nachmittag/Abend. Würde gern mehr von solchen Filmen sehen, da echt nette Überraschungen dabei waren. Das sprengt allerdings mein Budget. Aber vielleicht gebe ich mir noch 1-2 Streifen. Und nächstes Jahr ist ja wieder ein FFF.

Ich bin für mehr alternativen Trash-Horror im Kino! Hugh!

Samstag, 13. August 2011

Zottel malt, Version 2011

Vorweg: Ich bin wieder zu Hause ;)

Eine der schönsten Nebentätigkeiten in so einem Fer
ienlager sind die Vorbereitungen zu größeren Aktionen, wie Theater oder Mini-Playback-Blakeks-Dingern oder Tänze einstudieren oder so. Neben einem kreativen Outfit gehört natürlich oft auch eine Kulisse dazu. Zwar arbeitet man dann nahezu immer unter Zeitdruck, was den Perfektionisten in mir sehr regelmäßig an den Rand des Wahnsinns treibt, doch entstehen so manchmal sehr nette Sachen. Das Schöne dabei ist, dass man immer irgendwie ein Thema hat und so nie nicht weiß, was man malen soll. Wie oft saß ich schon zu Hause mit einem Bleistift in der Hand, Lust zu zeichnen, keine Motividee. Im Ferienlager ist der Bleistift jedoch äußerst selten das eigentliche Werkzeug. Man steht immer wieder vor neuen Herausforderungen und Materialien, mit denen Themen umgesetzt werden wollen: Von Stiften über Naturmaterialien bis hin zu Lebensmitteln kann alles darunter sein. Genauso verhält es sich mit den zu färbenden Untergründen: Papier, Holz, Stein, Ton, alles ist möglich. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Dieses Jahr entstanden wieder einige nette Sache
n, die ich gern mal präsentieren möchte. Wie gesagt, zu beachten ist, dass alles in nur sehr wenigen Stunden mal neben der eigentlichen Kinderbetreuung und -bespaßung entstehen musste/sollte.

Wie auch einige Jahre zuvor gab es auch heuer das Chaosspiel. Dieses Jahr sollte ein neues Spielbrett entstehen, da die weiße Tür aus den Vorjahren wirklich recht unchaotisch
wirkte. Das Ziel der Spieler: Erreichen des chaotischen Universums. Damals hatte es einen kompletten Backsteinrand, der eigentlich Tapete war. Der eigentliche Hintergrund ist das zu zeigende Objekt.

Material: Wasserfarben auf Tür.

Werkzeug: Lappenreste zum Auftragen und verwischen, Finger für Wischtechnik für Sterne.
Größe: wie eine normale Tür.

Erstellungszeit: ca. 4 Stunden.

In meiner ersten Sommerwoche stand Theater auf dem Plan. Kinder sollten mit ihren Betreuern ein Stück ausarbeiten, Kostüme und Kulissen malen. Für unsere Interpretation von "Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen" gab es genug Arbeit für a
lle, weswegen ich die Gestaltung der Schlosskulisse allein bewerkstelligte. Ich brauchte eine "böse" Version für das verwunschene Schloss und eine "gute" für die erlöste.

Material: Wasserfarben auf Bettlaken.

Werkzeug: Lappen für Hintergrund, Pinsel und Finge
r für Motive.
Größe: je ca. 1 x 1m.
Erstellungszeit: Böse Version etwa 2h, gute ca. 3h



In der zweiten Woche war Piraten-Thema. Schatzkarten sollten gemalt werden, mit echten Vogelfedern und handelsüblicher Tinte. Problem: Es gab nur Backpapier-ähnliche Materialien. Äußerst eklig, da die Tinte da drauf nicht einzieht und somit nicht wirklich gut handhabbar ist. Dementsprechend schlecht finde ich das unter schwierigsten Bedingungen (dauernd schuckelnder Tisch, tausende Kinderaugen und -fragen) entstandene Resultat. War aber eine nette Herausforderung, deswegen reihe ich das hier mal ein. Der Rand ist übrigens des Feelings wegen angekokelt.

Material: Tinte auf Backpapier.
Werkzeug: Vogelfeder (ich bin fast sicher, keine Gans).

Größe: etwa A4
Erstellungszeit: 2,5h.



Woche 3 stand im Zeichen den Mittelalters. Da ein Mädchen zeitgleich Hauptrolle in einem parallel entstehenden filmografischen Meisterwerk war, hatte es keine Zeit, sich ein T-Shirt themenbezogen zu bemalen, was ich dann kurzerhand in meiner nicht vorhandenen freien Minute getan hatte. Hätte gern besser schattiert. Keine Zeit.

Material: Angefeuchteter Buntstift auf T-Shirt
Werkzeug: Angefeuchteter Buntstift (macht
sich wirklich deutlich besser, die Mine nass zu machen!)
Größe: XL (und das Mädchen war nur etwa 1,40 oder so groß *gg*)
Erstellungszeit: unter 2h


Als letztes wollte ich von einem meiner Mädels ihr Badetuch geschenkt haben (Simba-Motiv!). Sie akzeptierte unter der Bedingung, dass ich ihr eines meiner Handtücher schenke, bemalt mit etwas "was sie an mich erinnert". Ich bin gespannt, wie viele von euch das Bild richtig (und vllt. sogar vollständig?) interpretieren können. Ja, der Künstler hat sich tatsächlich bei fast allem etwas gedacht... ausnahmsweise. War aber auch die - zugegebener Maßen echt fiese und sehr schwere - Herausforderung.
Btw: Ich bemale nie nicht niemals wieder freiwillig ein Handtuch... So eine verdammt anstrengende Aufgabe, hätte ich niemals gedacht...


Material: Stoffmalstifte auf Handtuch (aus der Lost&Found-Kiste ;)).

Werkzeug: Öhm... Meine Hände?

Größe: Ein normales Handtuch.

Erstellungszeit: ca. 2h.



Donnerstag, 11. August 2011

Zottel grüßt, Version 2011

Hallo!

Viele Grüße aus dem Nirgendwo. Ja, ich weiß, ist ein bissel spät so zwei Tage vor der Abreise, aber immerhin. Es gab einfach dieses Jahr kaum nennenswert tolle Fotos - scheiß Wetter, zu viele langweilige Kinder... Tja, hier nun eines von unserer letzten Beach-Indoor-Party :)

Dienstag, 12. Juli 2011

It Rises.

Seit einigen Stunden ist das erste offizielle Teaser-Poster vom dritten Batman "The Dark Knight Rises" raus. Und, oh mein Gott, das will ich mir an die Zimmerdecke hängen. UNBEDINGT! (Beim Wortvogel entdeckt und da musste ich erst zweimal hinschauen... Hier im kleineren Format ist die Gesamtheit schneller zu erkennen.)


Verspricht wieder einen Top-Film, vor allem wenn man bedenkt, dass der Gegner kein Geringerer als Bane sein wird. Und Catwoman - aber von ihr war ich schon in den Comics nicht begeistert. Nää, ich mochte sie noch nie. Naja, mal schauen - bisher hat Nolan es ja geschafft, jede Figur einigermaßen großartig darzustellen.

Die Fan-Fiction-Poster zum Film sind auf jeden Fall schon ziemlich genial. Mir gefallen diese beiden (wobei man vermutlich eher das Auftreten von
Harley Quinn mit Vorsicht genießen darf. Das Bild ist zwar super genial und zeigt ihr Wesen perfekt - doch es gibt weder offizielle Hinweise darauf, noch ist es unwahrscheinlich, dass sie jemals ohne den Joker agiert.)

Mittwoch, 6. Juli 2011

Really Fast Food

Ich bin ja bekennender "Ich zahle alles, und wenn es nur eine einzelne Weintraube ist, mit Karte"-Zahler. In der Hinsicht beneide ich die Amis ja schon irgendwie. Wie gern würde ich auch den Döner oder den Imbiss-Kaffee mit ec zahlen. Ich hasse Bargeld. Ich will mein hart verdientes Geld auf meinem Konto haben und nicht ständig noch den Umweg zur nächsten Bank machen müssen. Wirklich.

Nun hat mich im letzten Jahr irgendwann das große gelbe M einmal extrem überrascht. Die haben Kartenzahlung eingeführt. In manchen Filialen zumindest. Cool. Aber den Vogel abgeschossen hat der McDoof im Hbf.

Die haben es doch tatsächlich geschafft, da Bestellautomaten hinzustellen. Wie geil ist das denn bitte? :) Ich liebe Automaten (solange man da mit ec-Karte zahlen kann :P), vor allem wenn sie vernünftig programmiert sind - und das sind die Mäcces-Teile wirklich.

Aber der Reihe nach: Irgendwann in den letzten Wochen bin ich da mit meiner besseren Hälfte versackt - ach ja zum 5-jährigen Jubiläum vom Hbf, um die Zeit zum (wirklich guten, wenn auch nicht so geilen, wie bei der Eröffnung) Feuerwerk totzuschlagen. Wiedemauchsei. Jedenfalls hab ich da die beiden Eumels das erste Mal gesehen. Mit Freudentränen in den Augen bin ich sie angefallen. Natürlich keine Schlange davor. Ich bekam mein Essen, alles ging glatt. Ich fand das damals schon sagenhaft geil, aber die volle Genialität habe ich damals noch nicht mitbekommen, weil ich das System schlicht nicht von Anfang an durchschaute.

Heute Versuch 2. Rein, Lage peilen. Natürlich sind in gerade dem MD die Schlangen immer doppelt so lang, wie sonst wo. Außer an den beiden schlanken, weißen Schönheiten mit Display natürlich. Da gibt es nämlich gar keine. Nein, meine Damen und Herren, hierbei handelt es sich ausnahmsweise nicht um irgendwelche Werbebildschirme. Diese darf man auch anfassen :) Und das tat ich fröhlich grinsend mit Seitenblick auf die immer länger werdenen regulären Schlangen. Schnell Kärtchen des Glück rinn in ditt Teil und losjetet. Völlig intuitiv bedienbar. Und noch intelligenter als die Typen da am Schalter. Während man bei denen zu dem Gartensalat nämlich IMMER das doofe Balsamico-Zeuch mit aufs Tablett geklatscht kriegt, darf man das am Automaten tatsächlich abwählen. Ist die Bestellung dann fertig, wird das Geld von der Karte gesaugt und ich wende mich Schritt zwei zu: Der Abholung meines Essens.

Die Automaten stehen direkt im Eingang. Das heißt, 3m oder so von der Ausgabe entfernt. Und es gibt tatsächlich einen gesonderten Schalter für die Automatenbenutzer. Steht groß drüber "Easy Order". Und so schlender ich seelenruhig an der Boa Constrictor von Warteschlage vorbei und - und jetzt kommts! - greife mir mein fertig belegtes Tablett! Echt wahr! Die Zeit, die ich für Karte einstecken und grinsend schlendernden Ortswechsel brauchte, reichte aus, um die Bestellung fertig zu machen. Die haben da also nicht nur einen gesonderten Schalter, sondern scheinbar auch eine Extra-Bedienung für. Und so beiße ich beherzt in die tollste Erfindung von Mäcces vor den Automaten - den McDouble - während mich lauter feindselige Blicke aus der Schlange in den Rücken zu zerstückeln versuchen. Unter anderem von Leuten, die deutlich eher als ich da waren :D

Als ich mein Tablett entgegen nahm, kommentierte ich das mit einem lautstarken:
"Ich liebe dieses System."
und bekam ein "Geil wa?!" vom Sonder-Automaten-Personal erwidert, was ich dann mit einem
"Hammer!" bekräftigen musste.

Ich liebe Kartenzahlung!

Montag, 27. Juni 2011

*bummbumm - bummbumm - bummbumm*

Ja, es schlägt noch, das Herz. Für die, die sich schon insgeheim gefreut haben: Nein, ich bin nicht tot!

Nun leider, ergeht es mir derzeit wie vielen anderen Freizeit- und Privatbloggern. Es gibt so wenig wirklich interessante Sachen zu erzählen. Vieles wurde einfach schon so oft durchgekaut, dass ich keine Lust hatte, auf das wiederholte Schreiben dieser Sachen Zeit zu verschwenden. Und auf der anderen Seite gibt es halt viele spannende Erlebnisse in meinem Leben, die aufgeschrieben aber den allerallergrößten Teil der Leser hier schlichtweg langweilen würden. Klar, ich könnte hier einen Geocaching-Blog draus machen, aber wer will schon zum x-ten Mal lesen, dass ich wieder einmal auf irgendeinen Baum oder in irgendeine alte Fabrik gekrochen bin? Und so habe ich hier mal ein bissel Material aus all den kleinen Dingen des Lebens zusammen gespart und erschlage alle diejenigen, die auf den neuesten Stand meines Lebens erpicht sind. Mal sehen, wie viel es am Ende wird :) Allen anderen: Ich glaube nicht, dass hier viel interessantes folgt, es macht also nix, hier aufzuhören mit Lesen :)

Tja, wo soll ich anfangen. Vermutlich beim Wichtigsten: Ja, ich führe immernoch eine ziemlich stabile Beziehung :) So viel dazu.

Studium? Tja, neigt sich dem Ende entgegen. Meine Masterarbeit ist abgeschlossen, und die 122 Seiten gebunden. Morgen ist Abgabe. Ein wenig flau ist es schon, das Gefühl in der Magengegend. Immerhin habe ich quasi null Unterstützung aus der Uni bekommen. Keinen Betreuer und der Prof hat sich auch so überhaupt gar nicht dafür interessiert, was ich so mache. Da ich quasi Pionierarbeit geleistet habe, hatte ich auch keine Ansprechpartner. Also alles, was ich mir so aus den Fingern gesaugt hab, ist irgendwie... naja... ohne wirkliche Diskussionen oder tiefgründige Betrachtungen zu Papier gebracht. Der "eigene Anteil" oder der "Forschungsteil" der Arbeit, also all das, was nicht zusammenfassen anderer Werke ist, ist auf ein oder zwei Geistesblitze auf irgendeinem Spielplatz zurückzuführen. Hoffen wir, dass diese hell genug waren. Habe bislang noch nicht einen Kommentar auf das Werk erhalten. Tja und letztlich hab ich es Freitag binden lassen und sehe direkt im Anschluss, dass im Abstract drei Üs fehlen. Ich könnt Kotzen, aber nochmal binden kommt aus Kostengründen nicht in Frage. Die restlichen beiden Kurse, die ich noch belegt hab, sind auch so gut wie durch. Das Ende ist also nah.

Das Hobby. Klar, ich bin immernoch wie ein Bekloppter unterwegs in Wald, Feld und Flur. Dabei habe ich mich innerhalb des letzten Jahres in eine Gruppe anderer Bekloppter integriert, die genau das gleiche Beuteschema verfolgen, wie ich. Überraschend erfuhr ich mal das Alter der anderen. Nun ja... Der Spruch mit dem "Ich könnte dein Vater sein" auf dem einen Geburtstag war nicht sooo falsch. Egal, ich fühle mich auch als Nesthäkchen (wieder mal *gg*) pudelwohl bei den Leuten, sie sind supernett und total ambitioniert. Jeder hat seine Fähigkeiten und wir lernen ständig von den jeweils anderen. Einmal waren wir an einer Brücke klettern, da mussten wir einen Kumpel beinahe bergen, weil er sich überschätzt hatte, an einem späteren Mal kam er freudestrahlend die andere Brücke hoch und war stolz, dass er das Trauma überwinden konnte und nun weiß, wie es richtig geht. Am Samstag hatte ich mit ihm meinen ersten Tauchgang nach Abschluss der Tauchprüfung. Nun war er der routiniertere und half mir bei all den kleinen Anfänger-Schwierigkeiten und zusammen konnten wir die Unterwasser-Dose loggen. So hat jeder seinen Spaß und seine Freude und auch Lernerfahrungen. In dem Team erledigten wir auch schon einige Nacht-Caches und LostPlaces. Es ist immerwieder ein Genuss. Darin bin ich in der letzten Zeit wirklich aufgeblüht. Es gibt sehr nette Anekdoten von komischen Bäumen und gruseligen Kellern. Doch die kann ich mal von Angesicht zu Angesicht erzählen. Ein schöner Ausgleich zum Schreibseln der Masterarbeit. Und sogar meine Kleene konnte ich das eine oder andere Mal schon mitnehmen :)
Letzens trafen wir uns sogar so ganz ohne abschließende Dose, um unserer LP-Affinität im Berliner Plänterwald zu frönen, in einem alten, seit Jahren geschlossenen Freizeitpark, in dem inzwischen die Achterbahnen und Reste der Fahrgeschäfte schon stark überwuchert sind. Wenn ich Zeit habe, stelle ich mal ein paar Fotos online - man findet aber auch sehr viele und sicherlich schönere, wenn man mal "Plänterwald" oder "Spreepark" googlet. Oder aktuell im Kino im nicht soo berauschenden Film "Wer ist Hanna?".

Damit einhergehend hatte ich, ich weiß grad nicht mal, ob ich das schon einmal.... Doch klar, HIER! - Also, wie ich damals schon einmal beiläufig erwähnte, arbeite ich nun mit dem Eisbehr an der Android-Software "GCC - GeoCache Calculator" als Entwickler mit. Schon seit 3 Versionen. Wir haben sehr regen Kontakt, es macht wirklich Spaß mit ihm zu arbeiten und gemeinsam diverse Ideen zu verwirklichen. Kurz erklärt: Das ist ein Tool, welches sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele Anwendungsfälle von möglichen Rätseln bei Geocaches lösen zu können - von einfachen Verschlüsselungsverfahren bis hin zu komplexen Koordinaten-Transformationen. GCC hat inzwischen knapp unter 50.000 Downloads im Market und erfreut sich weltweiter Beliebtheit. Wer lustig ist, kann dazu gern einmal googlen, Eigenlob stinkt ja bekanntlich. Und weils so schön ist, trudelte just als ich diesen Text schrieb, noch die Meldung ein, dass sich da demnächst noch was viel größeres auf dem Sektor anbahnt - aber da gilt noch Verschwiegenheit.
Das ist deswegen eine längere Erwähnung wert, weil dieses Tool a) lange ein eigener Wunsch war, b) weil ich damit endlich mal wieder etwas programmieren konnte, so richtig mit Sinn und sogar in einem Team und so und c) weil ich damit endlich einmal etwas der Geocaching-Community zurück geben kann: Ich hatte selbst jahrelang Spaß und viele hundert Caches gefunden und noch nie einen gelegt und damit etwas zurück gegeben. Ich denke auf dem Weg ist mir das - natürlich dank Eisbehr - gelungen.


Tja, und sonst. Ich war natürlich auch ein paar Mal im Kino. Natürlich auch zum neuen "X-Men: First Class". Finde ich grandios, wie alle der Reihe :) "Source Code" hat mich enttäuscht, meiner Meinung nach ein billiger, Main-Stream-"Butterfly Effect". "Wer ist Hanna?" ist ein Kandidat, den ich nicht so richtig einordnen kann, aber man sieht immerhin den netten Plänterwald. "Four Lions" war ein Überraschungsfilm, in dem ich mich sehr köstlich amüsiert habe. Samstag nacht bin ich mit A. beim Hitchcock-Festival gewesen zu "Psycho". Kannte ich schon vorher und war durch den Tauchgang am Vormittag auch recht fertig. Aber sie hat sich beinahe zu Tode gefürchtet.
Keine Ahnung, ich hab sicherlich noch mehr gesehen, aber nix, was jetzt irgendwie einen eigenen Post rechtfertigt. Ich komme inzwischen auch immer mehr ab vom Kino, da dieser 3D-Scheiß mich in den Wahnsinn treibt. Ich mags nicht, ich krieg Kopfschmerzen von, es sieht meist sehr bescheiden aus, ich muss sone doofe, unbequeme Brille tragen und dafür noch extra zahlen. Ich boykottiere es. Auch wenn das heißt, dass ich leider Harry Potter 7.2 nicht als Double-Feature sehen kann. Das hat die Kino-Branche davon. Schade, dass solche Boykotts allerdings nichts nützen werden - am Ende sind eh die "Raubkopierer" Schuld an den Einkunftseinbrüchen.


Eigentlich hatte ich schon Karten für die Eröffnung des Hitchcock-Festivals im Babylon vorletzten Freitag. "Mark Benecke seziert Hitchcock" klang zu gut, soll auch lustig gewesen sein, aber meine Schwester feierte Schulabschluss. Da kam man nicht um einen Heimatbesuch drumrum. Lustiger Weise war grad Stadtfest in Cottbus, also freuten wir uns wenigstens zum Trost auf das traditionelle Filmmusikkonzert am Samstag-Abend - was dann zugunsten von Marianne Rosenberg ausfiel. Alte Schnepfe... Unsympathisch war sie obendrein. Grrr. Überhaupt war das Stadtfest nicht mehr das, was es mal war: Es ist schon sehr traurig, wenn man sich früher wochenlang drauf gefreut hat und heute aus Mangel an akzeptabler Musik (8 Bühnen und nur Schrott 2 Abende lang!) in einer Kneipe versackt. Zur Entschädigung gab es am Dienstag "Fête de la musique" in Berlin.

Ansonsten habe ich erfreulicher Weise in der letzten Zeit mal wieder ein paar Bücher angefasst. In Vorbereitung auf das Himmelfahrts-Ferienlager hatte ich mal nach wirklich guten Gruselgeschichten zum Gute-Nacht-Vorlesen meiner Prä-Teenie-Mädels gesucht - wurde leider nicht fündig. Also in der Jugendabteilung schon gar nicht und auch so Klassiker wie Bram Stoker, Edgar Allan Poe und H.P. Lovecroft sind nicht soo richtig zum Vorlesen geeignet, entweder zu lang oder nicht gruselig genug - die Kiddies von heute sind einfach zu abgehärtet, vermutlich durch CSI-Abklatsch im Vorabendprogramm. Wenn also einer einen Tipp für gute Schocker hat, die nicht zu lang sind, her damit. Aber dadurch hab ich eben endlich mal wieder Literatur-Klassiker zwischen den Pfoten gehabt, die mir nichtsdestotrotz meist recht gut gefielen.

Ach, und ich mag Absinth. Hab ich beschlossen, nachdem wir zum Handtuchtag, den wir das erste Mal nicht wirklich begehen konnten, aufgrund von verschiedensten Uni-Geschichten, wenigstens noch Abends weggingen und aus Neugier in einer Absinth-Bar versackten.

Tja, das wars, denke ich, was man so mal eben aus dem Handgelenk erzählen kann. Bei Fragen fragen, ansonsten bis die Tage!

PS: Falls ich mich nicht mehr melden sollte, ich bin dann auch dieses Jahr wieder für 4 Wochen im Sommerferienlager. Also nicht wundern, wenn ich irgendwann mal wieder komplett von der Bildfläche verschwunden bin. Allerdings denke ich grad über ein Reload meiner Bilderaktion von vor zwei Jahren nach... Mal schaun. *winkewinke*

Dienstag, 7. Juni 2011

Einmal im Leben...

...brauch ich Skype. Und dann gehöre ich zur "kleinen Anzahl". Mir bleibt aber auch nix erspart :D

Zahlreiche Nutzer des VoIP-Dienstes Skype klagen derzeit über Schwierigkeiten bei der Anmeldung, die entweder sehr lange dauert oder ganz fehlschlägt. Das Unternehmen hat die Probleme bestätigt, spricht dabei aber nur von einer "kleinen Anzahl" betroffener Nutzer. Auf der Statusseite heißt es, die Ursache sei inzwischen gefunden und eine Lösung in der kommenden Stunde zu erwarten.

Dienstag, 24. Mai 2011

Zensus 2011 - Der Report (Update)

Letzte Woche Montag traf ich mich mit TS auf ein Eis und unwillkürlich lenkte sich unser Gespräch auf das Datenschützer-Thema #1 derzeit: Zensus 2011.

Worum ging es? Äpfel? Bahnhöfe? Nein:

Der Zensus 2011 ist die erste gemeinsame Volkszählung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Erhebungsstichtag ist Montag, 9. Mai 2011 (Europatag), bzw. in einzelnen Fällen die Erhebungswoche vom Montag, 9. bis Sonntag, 15. Mai 2011.

Bisher haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union in Eigenregie Volkszählungen durchgeführt, die aufgrund unterschiedlicher Fragenkataloge nur schwer miteinander vergleichbar sind. Auch die unterschiedlichen Erhebungsstichtage bzw. -zeiträume weichen erheblich voneinander ab. So fand zum Beispiel die letzte Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland 1987 und in der ehemaligen DDR 1981 statt. 2000/2001 waren Deutschland und Schweden die einzigen Staaten innerhalb der EU, die nicht am europaweiten Zensus teilnahmen.

Durch die gemeinsame Volkszählung sollen verschiedene von Eurostat genutzte Daten eine gemeinsame Grundlage bekommen. Dies ist für verschiedene Politikbereiche der Europäischen Union notwendig. Besonders deutlich ist dies etwa an der Zuteilung von finanziellen Mitteln aus den EU-Strukturfonds zu erkennen, die wesentlich von der Demografie einer Region abhängig sind. Auch für das Stimmgewicht eines Landes im Ministerrat spielt die Einwohnerzahl eine wichtige Rolle, sodass zuverlässige und vergleichbare Daten notwendig sind.

[de.wikipedia.org, Stand: 24.05.2011]


So weit zur Theorie. Was ist nun mein persönliches Problem? Wie auf der Seite zensus11.de vom AK Vorratsdatenspeicherung gut zusammengefasst wird, gibt es etlige Datenschutzprobleme. Es werden Daten aus verschiedensten, mit gutem Grund sonst voneinander getrennten, Datenbanken zusammengeführt, es werden Millionen Menschen unter Androhung hoher Geldstrafen gezwungen, sensibelste Angaben zur ihrem Leben machen. Das schließt auch die Frage nach der Religion ein. Auch wenn gesagt wird, dass all das nur anonym geschieht, werden die gesammelten und erhobenen Daten bis zu sechs Jahre personalisiert bleiben. Und mal von verschiedensten Datenskandalen bis hin zu den höchsten Instanzen abgesehen, kann ja dann doch mal der Überwachungsstaat auf die Idee kommen: Na wenn wir die Daten jetzt schon mal haben, ... Klingt komisch, ist aber nicht abwegig. Man bedenke die KiPo-Internetsperren-Geschichte! Weitere Beispiele kann man googlen.

Nun trifft diese Befragung nur 10% aller Nichtimmobilienbesitzer, angeblich in Ballungsräumen wie Großstädten auch nur knapp 3%, da die Lebenssituationen in den einzelnen Vierteln einander ziemlich ähneln. Im Gegensatz zu den ländlicheren Regionen. Gut, also nimmt man mal für sich das beste an. Letzte Woche habe ich noch gewitzelt.

Dann kam ich am Abend nach Hause und fand im Briefkasten eine nette Mitteilung, dass ich unter den Auserwählten sei und dass am 25. Mai eine nette Befragerin vor meiner Tür stehe werde. Mist. Nun ja, da triffst ja genau den Richtigen *grml*

Tja, sofort war klar: Politischer Protest! Wie anstellen? Klar, komplett nicht ausfüllen und Ordnungswidrigkeit begehen wäre eine Möglichkeit. Ich gebe zu, so hart bin ich nicht. Was gibt es an anderen Möglichkeiten?

Erst einmal über meine Rechte informieren und die Abläufe:

Also es sollte eine Befragerin kommen. Diese sind Freiwillige und verpflichtete Freiwillige. Auf jeden Fall also keine sonderlich geschulten Instanzen. Das heißt, mich befragt irgendeine X-beliebige Person. Und die bekommt Geld für jeden ausgefüllten Fragebogen, den sie abliefert. Das heißt aber, dass für eine bestimmte Zeit mein ausgefüllter Fragebogen ungesichert irgendwo bei einer wildfremden Privatperson rumliegt. In dem Fragebogen (hier einsehbar) stehen sämtliche sensible Daten, die es über mich gibt: Name, Geburtstag, Religion, indirekt auch sexuelle Vorlieben (ob ich einer Homoehe angehöre ist nämliche eine Frage), Beruf, Schulabschluss. Kommt also nicht in Frage. Was sind die anderen Möglichkeiten? Ich kann das ganze Online abwickeln. Doch schnell fand jemand heraus, dass die Datenübertragung unter Umständen ungesichert ablaufen kann:

Aus aktuellem Anlass (die Fragebögen sollen bald raus und jemand der einen bekommen soll hat mich kontaktiert) habe ich mir den Zensus-Kram nochmal angeschaut und mir ist eine Sache aufgefallen: Laut dem Musterfragebogen zur Haushaltsbefragung: werden die Leute, die den Fragebogen online ausfüllen wollen, auf „www.zensus2011.de“ geleitet – sollen die Seite also per unverschlüsseltem HTTP aufrufen. Das ist unsicher, und ob danach sofort eine Umleitung auf HTTPS erfolgt, ist im Fall eines aktiven Angriffs irrelevant, da die erste Anfrage über HTTP rausgeht und somit vom Angreifer manipuliert werden kann, bevor der Server überhaupt was mitbekommt und den Nutzer umleiten kann.

[janschejbal.wordpress.com, 07.05.2011]


Gut, die Lösung ist, anstelle auf die vom Staat publizierte Seite www.zensus2011.de zu gehen, auf https://www.zensus2011.de. Doch das wissen ja nun die meisten technik-unaffinen Menschen nicht. Dass das nicht kommuniziert wird, finde ich eine Schweinerei. Gut, für mich dennoch eine Möglichkeit. Doch es gibt eine bessere:

Die Post. Ja, ich weiß, Briefe können verloren gehen, oder gar geöffnet. Ich bin mir dessen bewusst, doch es gibt einen guten Grund, dies zu tun. Der AK Zensus hatte eine schon 1987 benutzte Form des Protests genannt (nicht EMPFOHLEN!, nur fürs Protokoll, falls hier ein böser Staatsdiener mitliest *wink*), die sich nur postalisch durchsetzen lässt: Der Aufsatz. Natürlich ist es einfach, auf dem Formular die richtigen Kreuze zu setzen - gegessen innerhalb von ein paar Minuten. Ein bissel erschweren kann man es, wenn man ein bissel krakelt, vielleicht so, dass es durch maschinen nicht mehr lesbar ist. Doch natürlich gibt man die gleichen Antworten auch, wenn man sie als Satz formuliert. Die Legalität dieser Aussage ist nicht ganz klar, da nach der letzten Volkszählung das Bundesstatistikgesetz (BStatG) geändert wurde. In §11 Abs. 1 steht nun:

Sind Erhebungsvordrucke durch den zu Befragenden auszufüllen, so sind die Antworten auf den Erhebungsvordrucken in der vorgegebenen Form zu erteilen.

Die vorgegebene Form ist nun einmal das Formular. Nun ja, aber ein bissel riskieren muss man aber, wenn man für seine Ziele kämpft. Nun gut, ich habe nun meine Zeit verschwendet, und einen Text geschrieben. Was hat das für einen Sinn? Sand im Getriebe. Natürlich bringt es im kleinen Maßstab gesehen rein gar nix. Aber angenommen jeder würde einen Aufsatz schreiben, kann man sich vorstellen, wie lange die Auswertung dauern würde. Die Fakten müssten in dem Text gesucht werden und dann nachträglich maschinenlesbar angekreuzt. Erschweren kann man das noch, indem man die Antworten nicht in der Reihenfolge des Formulars niederschreibt. So muss im Text hin- und hergesprungen werden. Auf der Seite vom AK Zensus gibt es einen von sechs Leuten programmierten "Aufsatz-Generator", der sehr inspirierend wirkt. Kann ich sehr empfehlen, habe gut gelacht. Über ihn werden keine Daten versendet, kann also jeder mal machen. Wer sicher gehen will, stöpselt sich in der Zeit mal eben vom Internet ab.

Das war also meine Art des Protests. Ich habe gewählt. Für den Fall, adss es soweit kommen sollte. Natürlich wollte ich es der Tante nicht allzu leicht machen. Wenn sie klingeln würde, wäre ich eben einfach mal nicht da. Muss sie wieder kommen. Alles würde sich verzögern. Ah. Plan gefasst, einkaufen gehen. Es war Dienstag mittag. Ein Tag nach dem Eintreffen der Anmeldung, 8 Tage vor dem Termin. Ich lief gerade die Treppen hinunter - geradewegs in die Arme der Tante. Verdammt. Gleich die Frage, ob ich derundder wäre, zeigte mir kurz ihren Ausweis. Nun ja, ich hätte jetzt eine Show abziehen können, wegrennen oder so. Hab ich aber nicht. Bevor ich antwortete verlangte ich nach dem Personalausweis, denn nur in Verbindung mit diesem ist der Zensus-Fragebogenverteiler-Ausweis auch gültig. Und diesen Befragern bin ich beschränkt auskunftsverpflichtet. Name, Alter, Adresse. Muss ich rausrücken. Den Perso darf sie aber nicht verlangen. Hat sich aber auch nicht. Hätte sie auch nicht bekommen. Ob denn der Termin in Ordnung gehen würde? *grml* Nix mit verstecken. Ja, bestätigt ich. Doch etwas war komisch. Warum war sie eigentlich im Treppenhaus? Ich hakte nach. Sie bestätigte, dass die Stichproben ganze Hausnummern betrifft. Nicht nur einzelne Leute. Also bekommen alle Parteien, des Neben-, Vorder- und Hinterhauses meiner Hausnummer einen Fragebogen. Das sind über den Daumen gepeilt 20-30 Parteien. Wenn man nun davon ausgeht, dass nur 3% aller Menschen in Berlin befragt werden und allein in einer Stichprobe 25 Haushalte existieren, erkennt man, dass es vermutlich extrem wenig Hausnummern überhaupt betrifft. Scheiße, Pech gehabt. So, was hätte ich tun sollen? Sie kommt eh wieder, also einfach Termin zusagen und nicht dasein hätte nicht viel gebracht. Sie hatte ja noch mehr Parteien hier. Was mir gerade so einfällt, hätte ich nen Termin irgendwann vereinbaren können, damit sie noch einmal herkommt. Gut, naja. Hätte ich. Aber man muss mal überlegen: Sie ist so schon dreimal unterwegs, die Ankündigungen per Hand verteilen, Termine abklären (erscheint mir irgendwie unsinnig) und der Termin selbst.

So, was habe ich getan. Klar, ich hab mir den Fragebogen einfach so in die Hand drücken lassen. Das Gesicht der Dame entgleiste schon, meinte aber, dass ich das ja dann schnell ausfüllen könne und sie würde ihn sich dann nachher abholen. Denkste, Puppe! Von wegen, du bekommst meine Daten nicht. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass sie nicht einmal die anderen Möglichkeiten nannte. Ich sagte ihr, dass ich das lieber postalisch machen werde, da entglitt ihr Gesicht noch mehr. Tja, kein Geld mit meinen Daten. Die war auch plötzlich nicht mehr freundlich. Ich zog ab. Sie auch.

Einschub:

Auf dem Fragebogen, der per Post verschickt wurde, steht im durch das Fenster im Umschlag sichtbare Adressfeld ein weiterer DataMatrix-Barcode, der als Freimachung dient. In dieser Freimachung kann eine Art Referenznummer/Kommentar untergebracht werden – bekannt wurde das, weil einige Banken es für eine gute Idee hielten, dort (also von außen lesbar!) die Kontonummer unterzubringen. Nachdem ich den DataMatrix-Code zugeschickt bekommen und mit bcTester dekodiert hatte, schickte ich den Inhalt des Barcodes an die Person, der der Fragebogen gehörte – und diese bestätigte mir, dass darin die Fragebogennumer kodiert ist.

Die Fragebogennummer kann somit von außen eingesehen werden, ohne den Umschlag zu öffnen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das ein Problem darstellt, und darauf weiß ich keine Antwort. Falls jedoch die Anonymisierung der Daten über die Fragebogennummer durchgeführt wird, könnte es ein Problem sein – wenn die Daten anonymisiert werden, indem sie getrennt vom Namen unter der Fragebogennummer abgelegt werden, wäre die Zuordnung Fragebogennummer-Adresse nicht ganz unproblematisch. Solange die aber nur auf dem Umschlag steht, wäre das jetzt nicht so das Problem. Es ist aber möglich, dass die Informationen, die im Barcode stehen, auch noch bei der Post landen und dort ggf. zusammen mit der Adresse gespeichert werden. (Ob das der Fall ist, weiß ich nicht!)

[janschejbal.wordpress.com, 19.05.2011]

War bei mir nicht der Fall. Vielmehr strahlte mich auf dem Umschlag das das freundliche Wort "ANTWORT" an. Klar war für mich, dass ich den Brief eh unfrankiert einwerfen würde. Nachher zahle ich noch für den Mist, so weit kommts noch. Erst eine Millionenteuere PR-Kampagne starten und dann kein Geld für das Porto seiner Bürger ausgeben. Aber das kleine Wörtchen bedeutet folgendes:

Das Gesetz selbst drückt sich verschwurbelt aus.

Die Antwort ist, soweit in einer Rechtsvorschrift nichts anderes bestimmt ist, für den Empfänger kosten- und portofrei zu erteilen.

Empfänger im Sinne des Gesetzes ist nicht, wie man annehmen könnte, der Befragte. Sondern die Behörde. Das bedeutet: Grundsätzlich muss also der Befragte = Bürger das Porto zahlen. Bei der Dicke der Antwortbögen und der Größe der Umschläge müsste also jeder Teilnehmer am Zensus mindestens 1,45 Euro in Porto investieren.

So weit die Theorie. Die Praxis sieht für die Befragten viel erfreulicher aus. Die Behörden haben die vorgedruckten Antwortbögen nämlich postalisch korrekt als “ANTWORT” gestaltet.

[...]

Dies bedeutet nach den Bedingungen der Deutschen Post, dass diese verpflichtet ist, auch unfrankierte Antworten an ihre Kunden, hier die Statistikämter, auszuliefern. Diese wiederum müssen die unfrankierten Sendungen annehmen und anstelle des Absenders das normale Porto an die Post zahlen.

[...]

Den Statistikämtern ist auch bewusst, dass sie gegen unfrankierte Sendungen nichts machen können. “Die Lücke ist bekannt, wird aber natürlich nicht kommuniziert”, sagte mir heute der Mitarbeiter einer Behörde, der namentlich nicht genannt werden will.

[...]

Den Ämtern sei es schon wegen des immensen Verwaltungsaufwandes nicht möglich, portoscheuen Bürgern Rechnungen zu schicken. Bereits die Kosten für die erste Mahnung wären weitaus höher als der Preis einer Briefmarke, die man vom Bürger vielleicht zurückverlangen könnte.

[lawblog.de, 13.05.2011]

Hihihi. Super. Gut, doch was, wenn die ollen Ämter nun kommen, und behaupten, ich hätte nicht geantwortet. Nun, in erster Linie werden die mich wohl einfach ein zweites Mal auffordern. Auf der anderen Seite könnte ich ein Einschreiben senden. Doch darauf habe ich nun noch viel weniger Lust als schon das eigentliche Porto zu zahlen. Ich werde nachher vor den Augen von TS meinen vorhin fertig gestellten 3-Seiten-Aufsatz eintüten und mit ihm als Zeugen unfrankiert in den Briefkasten werfen. Mein Aufsatz ist übrigens selbst geschrieben, wurde aber, wie schon angesprochen von dem Generator inspiriert. Viel Spaß beim Lesen, lieber Auswerter.

Ich halte euch bezüglich weiterer Entwicklungen auf dem Laufenden. Wenn Interesse besteht, kann ich gern den Aufsatz in anonymer Form veröffentlichen :)

Update (29.05.2011):

Oh, und nicht vergessen, dem Aufsatz die Fragebogennummer zu verpassen. Sonst müsst ihr das zweimal machen *düdelü, unschuldig pfeif*

Montag, 16. Mai 2011

Kitty Content hatten wir lange nicht mehr

... gibt ja sonst nicht viel zu lachen :)

Ob die ne Suchtberatung braucht?



Mittwoch, 11. Mai 2011

Nerdnerdnerd

So, hab in der letzten Zeit an folgenden Tests teilgenommen und gut bestanden, denke ich:

1. politicalcompass.org
Ich bin also voll der Anarcho-Kommunist... Nun ja *roten Stern aufs Barrett kleb und Anarchie-Symbol auf die löchrige Leggins mal* Kann man nicht einfach HardCore-Demokrat sein? Aber total interessante Fragen, wirklich. Auch wenn ich deutlich mehr als einmal translate.google.de brauchte.

2. NerdTests.com
Muaharharharhar. Ich hab meiner Freundin eine Batman-Tasche für ein halbes Vermögen gekauft, damit künftig neben mir dauerhaft ein Batman-Logo rumläuft. Sagt eigentlich alles, oder? Nun und die Zahlen stimmen mir zu.NerdTests.com says I'm a Slightly Dorky Nerd God.  Click here to take the Nerd Test, get geeky images and jokes, and talk to others on the nerd forum! am nerdier than 97% of all people. Are you a nerd? Click here to take the Nerd Test, get nerdy images and jokes, and write on the nerd forum!

  • "I am nerdier than 97% of all people."
  • "NerdTests.com says I'm a Slightly Dorky Nerd God." *proudly carrying*
Listening:
Jim Steinman - Bad For Good

Batman rocks!

Ich übernehme an dieser Stelle den Post von eyesaiditbefore.de völlig ungekürzt. Man möge mir das verzeihen... *wegROFL*:

Der Beweis, dass Superman stinkt und Batman einfach cooler ist:

[eyesaiditbefore.de, 09.05.2011]

Freitag, 6. Mai 2011

Die rote Pille

Gestern mussten wir doch mal eben zu fünft ganz fix ausprobieren, wie groß aktuelle Kleinstwagen sind und quetschten uns in einen Ford Focus. Erstaunlich, wie viel Beinfreiheit einem dennoch bleibt. Kleinstwagen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Nun ja, egal :) Der eigentliche Grund war eine kurze, schnelle Tour rüber nach Hannover. Dort gab es am Abend nämlich großes Kino zu sehen. Matrix. Endlich mal wieder auf großer Leinwand. Ja dafür lohnt es sich schon mal, knapp 20 Euro fürs Ticket
auszugeben, ein Auto zu mieten und zweimal 300km quer durchs Land zu tuckeln.

Ok, das ist natürlich nur die halbe Wahrheit.
Im NDR Landsfunkhaus spielte nämlich das NDR Pops Orchester auf. Im Hintergrund "The Matrix" in der Originalfassung (mit nervigen Untertiteln) und vorn ein gigantisches Orchester, welches die Originalfilmmusik live darbot. Und zwar exakt passend zum Film. Das Geschehen war sozusagen nicht von dem Originalfilm unterscheidbar, wenn man die Augen schloss. Beinahe. Natürlich war das Orchester deutlich lauter als die von der Konserve kommenden Tonspuren für Sounds und Sprache. Der Film als solches, eher blass wirkend, die Sounds im Großen Sendesaal eklig widerhallend, war natürlich nur nettes Beiwerk - um dem Publikum die Chance zu geben, zu erkennen, welche Szene von den Musikern gerade begleitet wurde.

Die Präzision war gigantisch. Buchstäblich in der ersten Sekunde hatte ich Gänsehaut. Das erste Bild auf der Leinwand, das Orchester setzte partout ein. Und so lief es die gesamten zwei Stunden. Matrix ist bislang für mich nicht unbedingt für seinen Soundtrack bekannt gewesen. Genau genommen, war mir bis gestern nicht einmal bewusst, wie viel Platz er eigentlich in dem Film hat. Deswegen wunderte ich mich auch bis zum Beginn, dass für ein solches Projekt ausgerechnet dieser Streifen gewählt wurde. Doch der Mut, genau dieses Event zu besuchen, die Kosten und die Tour auf sich zu nehmen, war absolut richtig plaziert. Was uns gestern geboten wurde, war ein Filmmusik-Fest erster Güte. Ich bin beeindruckt, was so ein Orchester wirklich leisten kann, wie genial es spielt, selbst wenn im Hintergrund Schießereien stattfinden. Jeder Paukenschlag saß und untermalte den zugehörigen KungFu-Tritt auf der Leinwand tödlich präzise.
Was mich außerdem beeindruckte, war die Authentizität. Normalerweise ist man gewohnt, dass Live-Musik - auch bei Orchesterwerken - immer ein wenig anders klingt, als das was man von der Konserve her kennt. War gestern nicht so. Ich könnte schwören, würde man die Soundtrackspur des Films nehmen eine Aufnahme des gestrigen Auftritts legen würde, wäre es zumindest für einen Laien schwer, die Unterschiede zu erkennen.


Einfach nur ganz großes Kino, ganz große Musik, ganz großer Auftritt. Perfekt.

Und ich durfte mal wieder Matrix auf Leinwand erleben, hach toll... Vor allem der blinkende Cursor am Anfang hat es mir angetan... :D

Montag, 2. Mai 2011

Karl Ranseier ist tot (Update)

... oder so ähnlich. Egal wie, einmal möchte ich mich auch mal zu diesem ganzen Quark äußern...

Ehrlich gesagt, habe ich den ganzen Tag ein bissel drüber nachdenken können, über die tolle (tolle?) Meldung, dass der Onkel mit dem Bart nun endlich übern Jordan ist. Amerika scheint da drüben gerade einen neuen Nationalfeiertag einzuführen. Und was feiern sie? Die große Erleichterung. Den großen Sieg der Freien Welt. Oder so.

Die Freie Welt? Die mit den ganzen großartigen demokratischen Prinzipien? Ja? Hm, dann frage ich mich, wie diese Welt denn da so heftigst feiern kann. Eines von diesen großartigen, im Irak, in Afghanistan und sonstwo verteidigten demokratischen Prinzipien ist doch das Recht auf Prozesse, oder?

Ich mein, im Grunde habe ich keine Ahnung, was Osama so alles getan hat. Ihm wird viel zugeschrieben, ja auch 9/11. Ich weiß nicht, ob das bislang überhaupt jemals einwandfrei geklärt worden ist. Hat der Mann wirklich so viel Böses getan, wie ihm angedichtet wird? Ich bin mir nicht sicher. Klar denke ich, dass er nicht irgendso ein Mauerblümchen oder LMAA-Einsiedler war und sicherlich einiges auf dem Kerbholz hat. Doch im Grunde wurde da ein Mann erschossen, ohne jeglichen demokratischen Prozess zugestanden bekommen zu haben, dem man vermutlich nichtmal einen Bruchteil der Taten beweisen konnte, die ihm nachgesagt werden. Oder täusche ich mich? Das jedenfalls stieß mir schlicht und ergreifend übel auf. Ich meine, da werden Volksfeste aus dem Boden gestampft, FreieVölker-Führer Obama lässt sich feiern, Frau Merkel gratuliert und dabei konnte nichtmal im Ansatz das gewahrt werden, wofür die heutigen Demokratien stehen: Das Recht auf Leben - oder zumindest für jeden noch so widerwärtigen und abscheulichen Menschen das Recht auf einen fairen Prozess... Dabei sei einmal dahin gestellt, wie fair gegebenenfalls solch ein Prozess wirklich geworden wäre.

Und dann gibt es noch nicht einmal Beweise seine Todes. Will nicht wissen, welches Dokument in zehn Jahren geleakt wird, das beweisen wird, dass da nur ein armes Schwein von Doppelgänger für genommen wurde oder gar die Amis gar nicht vor Ort waren sondern in der Base gepokert haben. Mal sehen.

Und eines noch: Ich meine, angenommen der ist wirklich hinüber... Was nun? Alles ist schick? Es gibt keinen Terrorismus mehr? AlQuaida (oder eine von den 10000 anderen nichtarabischen Schreibweisen) ist zerschlagen? Quatsch, so naiv kann man doch nicht sein, oder? Ich meine da wird jetzt einer seiner 2128 Söhne kommen und n bissel Machthaber spielen oder sonstwer und gut ist. Schlimmstenfalls wird jetzt mit Vergeltungsschlägen gedroht, die ach so Freie Welt wird noch eine Spur mehr gesichert und mittels weiterer Anti-Terror-Gedöns noch mehr ent-frei-t und gut ist. Was hat das also alles gebracht, wo ist der Gewinn und wann schalten all die fröhlichen Demokratie-Kämpfer mal ihr Hirn an?

Kann mir den Kram irgendwer erklären? Ich verstehs nämlich nicht.

Update (21:21h):
Da ich diesen Post heute mal vor der täglichen Blog-Runde absetzte, konnte ich diesen schönen Artikel aus dem lawblog gar nicht zitieren. Aber es ist schön zu sehen, dass auch noch andere das Hirn am rechten Fleck haben und ähnlich zu der Sache stehen:

Ihr diesbezüglich sicher vorhandenes Talent ließ die Bundeskanzlerin, die ja für uns alle spricht, bei ihrer Pressekonferenz aber im Stich. Gleich mehrfacher Jubel über die gezielte Tötung eines Menschen ist nach den Wertmaßstäben unserer Verfassung nämlich völlig deplatziert – und gefährlich überdies.

Selbst wenn der Betreffende ein noch so großer Verbrecher ist, wie es bin Laden wohl war, ist ein Kommando “Retrieve & Kill” nicht mit unseren Grundrechten in Einklang zu bringen. Vom großen C im Namen der Kanzlerinnenpartei will ich gar nicht reden.

Wenn Frau Merkel also unverhohlene Freude über die gezielte Tötung eines Menschen äußert, relativiert sie ohne Not verfassungsrechtliche Eckpositionen wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Heute tut sie das für Terroristen und Massenmörder. Morgen macht sie es vielleicht für Serienkiller, übermorgen für Sexualstraftäter. Andere tun es dann irgendwann auch für weit harmlosere Zeitgenossen. Eine passende Schublade lässt sich auch für dich und mich finden, wenn die Dämme mal gebrochen sind.

Die Kanzlerin hat ihre Äußerung übrigens auf die Frage gemacht, ob sie eine gezielte Tötung gut findet und ob unsere Sicherheitskräfte so was auch dürfen sollten. Statt diese Steilvorlage zu nutzen und sich zum Rechtsstaat zu bekennen, flüchtet sich Angela Merkel in pure und platte Begeisterung für die amerikanische Taktik.

[lawblog.de, 02.05.2011]

Mittwoch, 27. April 2011

Sicherheitsstaat? Staatssicherheit?

Mal wieder was zum Nachdenken. Im Prinzip keine neuen Informationen, aber elementarteile fasst die aktuelle Lage in Deutschland ziemlich gut zusammen:

Es ist kein Problem eine Internetzensur-Infrastrucktur aufzubauen, denn es geht ja um die Kinder; es ist in Ordnung wenn mein Handy Positionsdaten speichert und verschickt, denn was könnte Apple schon damit anfangen; es ist ok wenn Google mein Nutzungsverhalten analysiert, denn es geht ja um Werbung; es ist richtig wenn entführte Passagierflugzeuge abgeschossen werden, wenn man damit einen Anschlag verhindern kann; es ist richtig Terrorverdächtige zu foltern, wenn man dadurch an die Hintermänner kommen kann…

Diese Reihe ließe sich unendlich fortsetzen und nach diesem Muster ist es auch völlig in Ordnung wenn jeder von uns eine elektronische Fußfessel trägt, denn potentiell sind wir alle zu Straftaten fähig. Wir begehen ja auch ständig Verbrechen oder machen uns Vergehen schuldig. Wir fahren schwarz, wir gehen bei rot über die Straße, wir fahren zu schnell, wir brennen Freunden eine Musik-CD, wir hinterziehen Steuern, zahlen keine GEZ, fahren betrunken Auto, bedienen uns im Supermarkt an den Weintrauben, rauchen auf Zugtoiletten, wir stehlen, rauben, morden, nehmen Drogen, arbeiten schwarz, lassen schwarz arbeiten, wir lügen und betrügen.

[...]

Wenn ich jeden Falschparker anzeige, jedesmal wenn ein “ausländisch aussehender” Mensch nachts auf der Straße geht die Polizei rufe, jede gestohlene Weintraube dem Ladendetektiv melde ist die Welt um mich herum sicherer und ich ein unausstehliches Arschloch geworden. Eine 100% sichere Gesellschaft wäre nicht mehr lebenswert, denn sie wäre eine Ansammlung feiger Denunzianten.

Gesetze verhindern auch keine Straftaten. Vergesst es. Gesetze definieren Handlungen für die sich eine Gruppe an einer Einzelperson nach Begehung der Handlung rächen darf. Der Einzelhandel rächt sich am Ladendieb, die Bank am Räuber, der Fahrradfahrer am Falschparker, der Betrogene am Betrüger. Gesetze sind in ihrem Wesen nicht präventiv, auch wenn die Angst vor Rache den ein oder anderen abschrecken mag.

[...]

Freiheit ist aber die Abwesenheit von Kontrolle und Zwang. Es geht für den einzelnen in seiner Freiheit also nicht um Gesetze und deren Erfüllung, sondern um Kontrolle, Zwang und das Gefühl kontrolliert zu werden.

[...]

Der Ausbau von Kontrolle und Überwachung entsteht ja bezeichnenderweise nicht aus einer wachsenden Unsicherheit, im Gegenteil, sondern aus einem Versprechen von Sicherheit. Bei uns finden sowenige Verbrechen statt, dass wir sie medial sogar importieren müssen. Amoklauf in den USA, Terroranschlag in Afrika, Mord in Frankreich, Entführung in Russland, Steinigung im Iran…

Die Antwort kann also nicht sein:” Ihr dürft alles über mich wissen, denn ich werde nichts böses tun!”, die Ansage an Politik und gesetzgebende Instanzen kann nicht sein: “Ihr werdet schon wissen was ihr tut!”. Im Zweifelsfall sind es nämlich genau diese Personen, die eine unverrückbare Moral vor sich hertragen, denen ein gesundes Misstrauen entgegengebracht werden sollte. Was schadet der Gesellschaft mehr: 2 mitgenommene Maultaschen oder schwarze Parteikassen? Das Verheimlichen von 50 geschenkten Euro bei einem Hartz-IV-Empfänger oder Millionen in die Schweiz transferierte Schwarzgelder? Hartz-IV-Empfänger werden härter und öfter kontrolliert als wohlhabende Unternehmer, was sehr bildlich darstellt wozu Gesetze und Kontrolle eingesetzt werden. Drogenbesitz wird bei einem schwarzen Unterschichtsangehörigen eher festgestellt und härter bestraft werden als bei einem weißen Oberklasseangehörigen. Kindeswohlgefährdung wird eher einer alleinerziehenden Arbeitslosen unterstellt als einer erfolgreichen Bankerin.

[elementarteile.de, 22.04.2011]